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Was ist ein Ökosystem?

Unter einem Ökosystem versteht man eine Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren an einem bestimmten Ort. Das können Wiesen, Wälder oder Meere sein. Oder eben auch Seen und Teiche. Das Wort Ökosystem besteht aus den Teilen "Öko", das griechische Wort für "Haus oder Haushalt" und System, welches bedeutet wie etwas miteinander verbunden ist. Die zum Ökosystem zugehörige Naturwissenschaft ist die Ökologie.

Ökosystem Teich

Ein Teich ist nun also ein besonderes Ökosystem. Teiche sind vom Menschen angelegte Stillgewässer, meist mit einem Zu- und Ablauf. Sie dienten den Menschen seit jeher zu den unterschiedlichsten Zwecken. Einerseits konnten mit ihnen die Mühlen betrieben werden, andererseits waren sie in ihrer Funktion als Löschteich stets unverzichtbar. Aber vor allem auch die Fischzucht spielt in der Menschheitsgeschichte fortwährend eine große Rolle, denn Fische waren schon früher ein wichtiges Nahrungsmittel, besonders in der Fastenzeit. Erfahrt in den folgenden Beiträgen wie ein Teich aufgebaut ist, funktioniert und warum gesunde Teiche so wichtig sind.

Aufbau

Wie eingangs bereits erklärt ist ein Teich ein künstlich angelegtes, stehendes Gewässer. Neben einem natürlichen Zulauf gibt es in der Regel noch einen Ablauf. Dieses Ablaufwerk regelt den Wasserstand. Durch den Teichdamm staut sich nun das Wasser im Becken. Ein Ablassen des Wassers ist an der tiefsten Stelle des Teiches möglich. Dies ist notwendig um den Teich zu reinigen, zu entschlammen und natürlich abzufischen.

Nutzung

Teiche erfüllen viele verschiedene Funktionen. Zum einen dient er den Teichwirtschaften als Zuchtgebiet für die Fische, zum anderen halten sie Niederschläge zurück und dienen somit auch zum Hochwasserschutz.

Bedeutung

Eine besondere Bedeutung haben Teiche für den Naturschutz. Sie dienen mit ihrer Umgebung als Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Ohne entsprechende Pflegemaßnahmen würden die Teiche mit der Zeit verlanden und der geschaffene Lebensraum wieder zerstört werden.

Pflege und Erhalt

Zu einer angemessenen und effektiven Teichpflege gehören viele verschiedene Punkte.

Dazu gehören unter anderem:

  • Verhinderung der Ausbreitung von Schilf und Röhrichten
  • Ufersicherung
  • Bau von Ablaufwerken und Dämmen
  • Entschlammung

Und was passiert im Winter?

Wenn die kalte Jahreszeit einbricht, weicht das turbulente Teichleben einem ruhigen und unaufgeregtem Stillleben. Viele Tiere verfallen in Winterstarre oder sie ziehen in wärmere Regionen der Erde, so wie die Schwalben, Kraniche und Störche. Diese kommen erst im Frühjar wieder, wenn die Sonne sich mit ihren wärmenden Strahlen wieder durch grünblühende Bäume, Felder und Wiesen gearbeitet hat.

Doch was machen die Fische und die anderen Teichbewohner? Da die wenigsten Fische in den Süden fliegen können, müssen sie den Winter in ihrem Teich verbringen. Aber das ist für die Fische kein Problem, solange der Teich tief genug ist. Denn ein Teich mit einer Mindesttiefe von ~0,8-1m gefriert in der Regel nie ganz. Das wärmereWasser sinkt zum Teichboden. Hier ist es zwar mit rund 4°C immernoch recht kalt, aber da Fische wechselwarm sind (also ihre Körpertemperatur und ihren Herzschlag der Umgebungstemperatur anpassen) können sie so den Winter überleben, auch wenn die Teichdecke zugefroren ist.

In der Grafik von unseren Freunden vom Landesverband Sächsicher Angler e.V. könnt ihr gut erkennen, wie die gefrorene Teichdecke die unter ihr liegenden Wassermengen davon abhält sich weiter abzukühlen. Dadurch bleibt der Teich auch im Winter für Fische ein sicheres zu Hause.

Wenn ihr noch mehr Fragen rund um das Thema Teiche, Fische und Co. habt, dann schaut doch einfach bei unseren Freunden vom Landesverband Sächsiche Angler e.V. vorbei:

www.landesanglerverband-sachsen.de